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Mit Kneipp gesund durch den Winter

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Die Tage werden kürzer, die Luft rauer – der Herbst zieht ins Land. Und mit ihm oft unbeliebte Begleiterscheinungen wie Erkältungen, Grippe oder Halsweh. Für alle, die diesen Begleiterscheinungen vorbeugen oder sie lindern wollen, bietet das Kneipp-Programm wertvolle Hilfe.
Die Lehre von Sebastian Kneipp ist heute attraktiver denn je. Mit natürlichen Ressourcen wie Wasser oder Kräuter können Krankheiten vorgebeugt und Beschwerden gelindert werden.

Bei der Prävention steht die Stärkung des Immunsystems an erster Stelle.
Die körpereigene Krankheitsabwehr kann durch:

  • Wechselduschen
  • Atemwege mit Kräutern schützen
  • Abwehrkräfte durch Wasser stärken
  • viel Bewegung an der frischer Luft
  • gesunde vollwertige Ernährung
  • Reduktion von Stress bei ausreichender Schlafenszeit und Entspannung

gestärkt werden und helfen den Herbst und Winter über gesund und fit zu bleiben.

Die Ursachen für eine verstopfte Nase können sehr vielfältig sein.
So schwillt die Nasenschleimhaut beispielsweise bei Sport oder in kalter Luft stärker an, wodurch das Gefühl einer verstopften Nase resultiert.
Weiterhin kommt es bei Allergien, bei der Einnahme bestimmter Medikamente sowie bei Nasenscheidewandverkrümmungen häufiger zum Anschwellen der Nasenschleimhaut und damit zu einer verstopften Nase.

In der Heizperiode trocknen die Schleimhäute leicht aus und machen den Körper anfälliger für das Eindringen von Schnupfenviren. Die Raumluft kann durch elektrische Luftbefeuchter oder durch das Aufstellen von Wasserschalen befeuchtet werden. Eine gute Handhygiene ist ebenfalls eine nicht zu unterschätzende vorbeugende Maßnahme.

Gurgeln - reinigt den Rachen

Regelmäßig Gurgeln reinigt die Schleimhäute im Rachen, ist also die beste Prävention gegen Halsschmerzen. Lindert auch Entzündungen

So wird's gemacht: Einen Schluck Wasser in den Mund - gurgeln und ausspucken.
Wiederholen. Dann nochmals einen Schluck Wasser in den Mund – gurgeln und das Wasser schlucken.
Tipp: den Kopf leicht zurück beugen

Wechselbäder

Wechselbäder wirken abwehrsteigernd und zusätzlich beruhigend und schlaffördernd.

Das Wechselfußbad regt den Kreislauf an, hilft Infekte zu verhindern und ist u. a. bei chronisch kalten Füßen, niedrigem Blutdruck,Kopfschmerzen oder Schlafstörungen empfehlenswert.

Wechselfußbad

Benötigt werden: zwei Fußbadewannen
(oder entsprechende Gefäße, z. B. Eimer)

So wird’s gemacht:
Die Gefäße werden am besten in der Dusch- oder Badewanne gestellt (dies erleichtert das Befüllen und Entleeren).
Ein Gefäß mit ca. 36 – 38 °C warmem Wasser, das andere je nach anfänglicher Verträglichkeit mit kühlem bis kaltem Wasser (12 – 22 °C) füllen.
Dauer des warmen Fußbades: 5- 15 Minuten;
Dauer des kalten Fußbades: 10 – 15 Sekunden
- 1 – 4 X wiederholen.
- anschließend das Wasser abstreifen, Strümpfe anziehen
und bis zur Wiedererwärmung bewegen oder im Bett erwärmen

Wechselarmbad

Das Wechselarmbad wirkt vegetativ ausgleichend und ist besonders geeignet bei Kreislaufstörungen (niedriger Blutdruck) sowie
Atemwegsinfekten. Wechselarmbad

Benötigt werden:
zwei Waschbecken oder Armbadewannen

So wird’s gemacht:
- Die Gefäße mit Wasser füllen: warm: 36 – 38 °C
kalt: je nach anfänglicher Verträglichkeit z. B. 18 – 22 °C
oder kühler
- Dauer des warmen Armbades: 5 Minuten (die Arme sind
bis knapp über die Ellbogen bedeckt)
Dauer des kalten Armbades: 10 Sekunden
- einmal wiederholen: warm 5 Minuten, kalt 10 Sekunden
- anschließend das Wasser abstreifen und Arme bis zur
Wiedererwärmung bewegen oder Bettruhe

In das Gefäß mit dem warmen Wasser können auch Zusätze gegeben werden (auf individuelle Verträglichkeit ist jedoch vor allem bei Allergieneigung zu achten):

- bei Kreislaufstörungen: Rosmarin
- bei Bronchitis: Thymian
- bei Hauterkrankungen: Kamille, Kleie, Molke

Ansteigendes Fußbad

Diese Anwendung führt intensiv Wärme zu, die der Erkältete dringend braucht. Es regt auf reflektorischem Wege die Durchblutung der Nasenschleimhäute an (und lässt dadurch auch die Nase richtig laufen). Am wirkungsvollsten ist die Durchführung nachmittags oder am Abend. Das ansteigende Fußbad ist jedoch auch bei akuten und chronischen Harnwegsinfekten, chronischen Nasennebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündungen, chronisch kalten Füßen sowie erkältungs- und gefäßbedingten Kopfschmerzen hervorragend geeignet.bei beginnender Erkältung

Benötigt wird:
eine Fußbadewanne (oder ein entsprechend großes Gefäß)

So wird’s gemacht:
- Das Gefäß in die Dusch- oder Badewanne stellen und
- mit Wasser befüllt, ca. 33 °C (hautwarm), so dass die Knöchel
bedeckt sind
- innerhalb von 15 bis 20 Minuten wird die Temperatur bis 40 °C
langsam gesteigert, indem nach und nach heißes Wasser
zugegossen wird
- anschließend werden die Füße abgetrocknet und dicke Socken
angezogen
- 15 – 30 Minuten Bettruhe

Das Fußbad wird bei den ersten Anzeichen einer Erkältung zweimal täglich durchgeführt.